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Freitag, 23. August 2013

multiple Persönlichkeitsstörung vs. Taras Welten

Kennt ihr die Serie "Taras Welten", bzw im Originaltitel "United States of Tara"?
Ich find es irgendwie... absurd.
War erstmal etwas überrascht, dass es eine Serie über diese Thematik zu finden gibt. Dann war ich neugierig... Habe mittlerweile die erste Staffel gesehen und muss sagen: Aaaahja oO
Also die Hauptdarstellerin "Tara" spielt ihre Rolle(n) ja echt gut, aber sehr realistisch finde ich es ja nun nicht. Schon klar... man könnte sicher so leben. Vielleicht war ich selbst mal ein bisschen so. Aber mal ehrlich? Dann kann man sich auch gleich "Ich bin multipel" auf die Stirn tätowieren.
Will man wirklich so leben? So auffallend? Ich nicht. Ich könnte das gar nicht. Alles in mir drin verbietet es mir, mich so aufzuführen. Ich muss verstecken und überspielen. Darf nicht auffallen und erfinde ganz automatisch Notlügen, um nicht aufzufallen. Das ist so drin.
Etwas anderes wäre es vielleicht noch, wenn man allein leben würde. Aber die "Tara" in der Serie lebt nicht allein. Nein, sie hat einen (ziemlich gutaussehenden) Ehemann und 2 Kinder, Teenager.
Und selbst dort wird es mehr als unglaubwürdig. Würde ich mich so aufführen, mein Mann würde wohl längst über alle Berge sein. Sollte er auch! Immerhin gefährdet sie ja nicht nur sich selbst, sondern auch das Wohl ihrer Kinder. Am meisten wohl das psychische Wohl. Kaum zu glauben, wie oft die Kinder zu verstehen geben, dass sie absolut überfordert sind mit der Situation und selbst darunter leiden. Und der Mann... pff... Mal ehrlich, er könnte jede haben. Völlig unverständlich, dass er sich SOWAS zumutet.
Also wie gesagt, rein das Thema ist ganz gut aufgegriffen. Ich konnte mich an einigen Stellen gut mit "Tara" identifizieren, allein so vom Denken /Empfinden her. Aber ich würde mich nie so geben x)

Mittwoch, 31. Juli 2013

Kämpfer vs. Opfer

Warum? Wars das jetzt wert? Ich bin so wütend. So wütend, dass ich zitter. Am liebsten würd ich einfach losheulen, aber diese Genugtuung will ich ihm nicht gönnen. All das nur wegen dieser Kleinigkeit? Oder wegen der anderen Kleinigkeit? Ganz egal, beide waren absolut nichtig! Kein Grund, so auszuflippen. So hinterhältig zu sein...
Ich spüre tiefe Zerrissenheit. Ich spüre den Kämpferanteil. Ich verliere mich fast völlig in ihm. Nur das Überleben zählt. Das Besiegen. Den Feind in die Flucht schlagen. Psychisch und wenns sein muss auch körperlich. Oh tapfere C., ich will mich verlieren in deinen Gedanken und deiner Kampfbereitschaft. Gefühle und Mitleid sind hier fehl am Platz. Hier zählt nur Wut. Und Loyalität.
Aber da ist noch etwas... Da hinten. klein und fassungslos in der Ecke kauernd. Wenn ich zu ihr gehe, ertrage ich ihre Nähe kaum. Es tut weh. Sie ist so traurig... Verzweifelt und fassungslos über die Situation. Sie kann es nicht verstehen. 'Warum?' schluchzt sie immer wieder und wieder...

Ich will nicht bei ihr bleiben. Ich halte es nicht aus, so traurig zu sein. So schwach und verwundbar vor ihm zu heulen, ihn anzuflehen, dass wieder alles gut ist. Und würde es etwas bringen? Nein...
Ich muss zurück zu C. Ich muss stark sein. Ich bin kein Opfer. Ich muss kämpfen.