Für das Festival ende Juni hatte ich dieses Jahr extra 5 Kilo zugenommen. Nein, nicht extra 5, sondern ich habe bewusst zugenommen, damit ich auf dem Festival nicht zusammenklappe und/oder meinen Mann (vor seinen ganzen Kumpels) mit meiner Schwäche blamiere. So hab ich gefressen und gefressen (und Bier trinken trainiert). Die ganze Zeit stand fest, dass es ein kontrolliertes Fressen wird. Nach dem Festival muss das wieder runter!
Der Juni endete, der Juli begann und das Festival ging vorüber. Danach musste ich mich aber der Wahrheit stellen. Meiner Waage ins Auge blicken. Habe mich die ganze Zeit nicht gewogen gehabt, mit Absicht natürlich. Und ich hatte echt angst. Wenn ich mich anschaue, dachte ich schon, dass es sicher ca. 10kg sind.
Waren "nur" 5 kg. Erleichterte mich zwar ein wenig, aber trotzdem irgendwie schlimm. Die böse 5 wieder vorn zu sehen. Muss dazu sagen, dass das bei mir echt ewig dauert, aus der 5 ne 4 zu machen. Erst wenn ich so 48 kg erreicht habe, bleibt die 4. Aber das kann schon mal paar Wochen dauern.
Nun liegt die Arbeit wieder vor mir. Ich merke, ich komm auch langsam wieder in die Gänge, behalte zunehmend die Kontrolle... nun heißt es nur noch: zulassen und durchhalten. Bald werde ich mich wieder wohler fühlen in meiner Haut.
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Mittwoch, 7. August 2013
Mittwoch, 31. Juli 2013
Skills... 'danach'
Jetzt ists wieder gut. Der Morgen verging, sowie der Mittag und Nachmittag: Ein Wirrwarr aus Mechanismen und Skills. Ja! Skills. Ich habe nämlich doch Welche. Ich habe mal probiert zu beobachten, was ich wie zur Gefühlsregulation benutzt habe.
Da wäre, ganz klar, erstmal das Hungern... um die Kontrolle wiederzufinden. Das Gras, um die Gefühle zu betäuben und die Gedanken in andere Bahnen zu lenken. Die Gedankenzwänge durchbrechen. Der Kaffee, um die Müdigkeit des Grases zu übertünchen und Motivation zu finden. Motivation für den Putzrausch, um ebenfalls die Gedanken in andere Bahnen zu lenken. Alles begleitet von meiner Lieblingsmusik, bei der ich ungehemmt mitsingen kann, weil niemand außer mir und die Teire in der Wohnung sind. Was ungemein Stress abbaut. Das Singen.
Und das alles spinnt sich mein Unterbewusstsein also selbst zusammen. Das mach ich also, wenn ich sehr gestresst bin.
Früher fand ich Skills lächerlich.
Heute weiß ich, dass es nur die Richtigen sein müssen.
Da wäre, ganz klar, erstmal das Hungern... um die Kontrolle wiederzufinden. Das Gras, um die Gefühle zu betäuben und die Gedanken in andere Bahnen zu lenken. Die Gedankenzwänge durchbrechen. Der Kaffee, um die Müdigkeit des Grases zu übertünchen und Motivation zu finden. Motivation für den Putzrausch, um ebenfalls die Gedanken in andere Bahnen zu lenken. Alles begleitet von meiner Lieblingsmusik, bei der ich ungehemmt mitsingen kann, weil niemand außer mir und die Teire in der Wohnung sind. Was ungemein Stress abbaut. Das Singen.
Und das alles spinnt sich mein Unterbewusstsein also selbst zusammen. Das mach ich also, wenn ich sehr gestresst bin.
Früher fand ich Skills lächerlich.
Heute weiß ich, dass es nur die Richtigen sein müssen.
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Donnerstag, 19. Mai 2011
Unterhaltung am Abend: Über Bestätigung-suchende Essgestörte und 13-jährige Mütter...
Bin grad mal beim Surfen durchs Netz auf ein riesiges Forum gestoßen. Ursprünglich suchte ich nach Tipps für die Trotzphase eines Kindes. In besagtem Forum drehte es sich aber auch um viele andere Themen... um Gesundheit, Berufe, Schule, Tiere, Essen, Lifestyle, Schwangerschaft, Partnerschaft, Hobbies uvm.
Beim stöbern merkte ich schnell, dass da sehr viele Kinder, einige Erwachsene und viele Pubertierende unterwegs sind. Niveau eher mittelmäßig bis tief.
Nun entdeckte ich einen Thread mit der Überschrift "Bin ich essgestört?".
Logisch bleib ich da hängen ;) Stellte mich schon auf lächerliches Teeny-Geschwätz und sinnlose Belehrungen durch Mütter, Väter und Rentner ein...
und fand es natürlich auch! Gelungene Entspannung und vor allem Unterhaltung für den Abend. Ich weiß schon, warum ich kein Fernsehen besitze...
Total amüsant, wie sie sich anfangs verstellen. Total unwissend tun... vorsichtig fragen, ob ihr Verhalten wohl irgendwie gestört sei... aber immer schön darauf bedacht möglichst viele Kriterien und Symptome der klassischen Magersucht zu nennen. Untergewicht angeben.... Tageskalorienzahl... durch die Blume damit angeben, wie lange sie hungern können oder wie viel Stunden Sport sie täglich treiben. Und nebenbei auch gleich mal Tipps zum Kotzen anfordern.
Was wollen die damit erreichen? Anscheinend Selbstbestätigung. Dass jemand "Fremdes" ihnen eine Essstörung "diagnostiziert" Oder einfach nur angeben... Fishing for Compliments mal anders.
Eigentlich sollte mir das egal sein.
Trotzdem finde ich sowas einfach nur erbärmlich.
Wenn es wenigstens ein wenig authentisch rüberkäme... so, als wäre man sich wirklich unsicher...
Aber egal.
Der Thread über "Schwanger mit 13" hat mich dann noch mehr aufgeheitert.
Über 140 Beiträge und fast jeder Beitrag von einer anderen Userin zwischen 12 und 14, die angibt, schwanger zu sein.
Und nur mal angenommen, dass es sich wirklich um angehende Mütter und keine Pädophilen handelt... dann find ichs echt krass, dass ca. die Hälfte von ihnen noch gleichzeitig mit erwähnt, dass sie solche angst haben, es ihren Eltern zu sagen... eine sogar lieber sterben wollte...
Was soll man da noch schreiben...
Beim stöbern merkte ich schnell, dass da sehr viele Kinder, einige Erwachsene und viele Pubertierende unterwegs sind. Niveau eher mittelmäßig bis tief.
Nun entdeckte ich einen Thread mit der Überschrift "Bin ich essgestört?".
Logisch bleib ich da hängen ;) Stellte mich schon auf lächerliches Teeny-Geschwätz und sinnlose Belehrungen durch Mütter, Väter und Rentner ein...
und fand es natürlich auch! Gelungene Entspannung und vor allem Unterhaltung für den Abend. Ich weiß schon, warum ich kein Fernsehen besitze...
Total amüsant, wie sie sich anfangs verstellen. Total unwissend tun... vorsichtig fragen, ob ihr Verhalten wohl irgendwie gestört sei... aber immer schön darauf bedacht möglichst viele Kriterien und Symptome der klassischen Magersucht zu nennen. Untergewicht angeben.... Tageskalorienzahl... durch die Blume damit angeben, wie lange sie hungern können oder wie viel Stunden Sport sie täglich treiben. Und nebenbei auch gleich mal Tipps zum Kotzen anfordern.
Was wollen die damit erreichen? Anscheinend Selbstbestätigung. Dass jemand "Fremdes" ihnen eine Essstörung "diagnostiziert" Oder einfach nur angeben... Fishing for Compliments mal anders.
Eigentlich sollte mir das egal sein.
Trotzdem finde ich sowas einfach nur erbärmlich.
Wenn es wenigstens ein wenig authentisch rüberkäme... so, als wäre man sich wirklich unsicher...
Aber egal.
Der Thread über "Schwanger mit 13" hat mich dann noch mehr aufgeheitert.
Über 140 Beiträge und fast jeder Beitrag von einer anderen Userin zwischen 12 und 14, die angibt, schwanger zu sein.
Und nur mal angenommen, dass es sich wirklich um angehende Mütter und keine Pädophilen handelt... dann find ichs echt krass, dass ca. die Hälfte von ihnen noch gleichzeitig mit erwähnt, dass sie solche angst haben, es ihren Eltern zu sagen... eine sogar lieber sterben wollte...
Was soll man da noch schreiben...
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Donnerstag, 12. Mai 2011
das Essen... und ich
Wenn ich die Leute so auf der Straße sehe, frage ich mich ständig, wieso ich mir so viele Gedanken darum mache, ob ich scheiße aussehe/rumlaufe.
Ich mein... ich legs drauf an, anders auszusehen. Dreads, Piercings, eher alternative/ausgeflippte Sachen... und trotzdem sind da gewisse Dinge, auf die ich sehr achte und die mich wahnsinnig machen, wenn sie nicht passen. Farben z.B.
Meistens gehts mir aber im Denken eher um die Figur. Ich will nicht in Schlabberklamotten rumlaufen, hab aber auch ständig die angst, fett auszusehen. Obwohl ich von anderen Menschen nur das Gegenteil höre. Obektiv gesehen müssen sie ja auch irgendwie recht haben. Zumindest sagt mir mein BMI, dass ich ein normales Gewicht habe. Nur reicht mir das nicht. Und ich sehe alles andere.
Es wäre idiotisch zu behaupten, dass ich nicht in irgendeiner Form ein gestörtes Essverhalten habe. Und trotzdem möchte ich mich nicht in diese Schublade hineinsetzen und weiß natürlich, dass ich, um diese Würde zu wahren, nie mit einem Fachmenschen darüber sprechen würde. Mich selbst und mein nahes Umfeld kann ich nicht bescheißen. Es fällt eben doch auf, wenn man nie an öffentlichen Orten essen möchte oder nur sehr wenig (oder auch mal gar nicht) tagsüber isst.
Aber ich möchte auch nicht leugnen, dass ich es nicht gern so hätte. Oder besser: dass ich es billige.
Natürlich könnte ich aus allen Wolken fallen und mich in die nächste Therapie stürzen.
Aber wozu? Was sollte ich denn damit erreichen? Ich könnte mich dann anstrengen, brav 3-5 Mahlzeiten täglich zu mir zu nehmen, gesund zu essen... Doch meine Gedanken werden nicht verschwinden. Es wird sich weiterhin alles ums Essen drehen. Das schlechte Gewissen nach den Mahlzeiten würde bleiben. Die Angst von anderen Menschen fett gehalten zu werden, würde anhalten. Das Gefühl von allen Menschen angestarrt zu werden, wenn man irgendwo was isst, würde immer wieder vorherrschen. Die einzig logische Konsequenz meines geänderten Essverhaltens wäre das Zunehmen. Und das kommt nicht in Frage.
Und jetzt hab ich den Faden verloren 8)
Ein anderes Mal mehr dazu...
Ich mein... ich legs drauf an, anders auszusehen. Dreads, Piercings, eher alternative/ausgeflippte Sachen... und trotzdem sind da gewisse Dinge, auf die ich sehr achte und die mich wahnsinnig machen, wenn sie nicht passen. Farben z.B.
Meistens gehts mir aber im Denken eher um die Figur. Ich will nicht in Schlabberklamotten rumlaufen, hab aber auch ständig die angst, fett auszusehen. Obwohl ich von anderen Menschen nur das Gegenteil höre. Obektiv gesehen müssen sie ja auch irgendwie recht haben. Zumindest sagt mir mein BMI, dass ich ein normales Gewicht habe. Nur reicht mir das nicht. Und ich sehe alles andere.
Es wäre idiotisch zu behaupten, dass ich nicht in irgendeiner Form ein gestörtes Essverhalten habe. Und trotzdem möchte ich mich nicht in diese Schublade hineinsetzen und weiß natürlich, dass ich, um diese Würde zu wahren, nie mit einem Fachmenschen darüber sprechen würde. Mich selbst und mein nahes Umfeld kann ich nicht bescheißen. Es fällt eben doch auf, wenn man nie an öffentlichen Orten essen möchte oder nur sehr wenig (oder auch mal gar nicht) tagsüber isst.
Aber ich möchte auch nicht leugnen, dass ich es nicht gern so hätte. Oder besser: dass ich es billige.
Natürlich könnte ich aus allen Wolken fallen und mich in die nächste Therapie stürzen.
Aber wozu? Was sollte ich denn damit erreichen? Ich könnte mich dann anstrengen, brav 3-5 Mahlzeiten täglich zu mir zu nehmen, gesund zu essen... Doch meine Gedanken werden nicht verschwinden. Es wird sich weiterhin alles ums Essen drehen. Das schlechte Gewissen nach den Mahlzeiten würde bleiben. Die Angst von anderen Menschen fett gehalten zu werden, würde anhalten. Das Gefühl von allen Menschen angestarrt zu werden, wenn man irgendwo was isst, würde immer wieder vorherrschen. Die einzig logische Konsequenz meines geänderten Essverhaltens wäre das Zunehmen. Und das kommt nicht in Frage.
Und jetzt hab ich den Faden verloren 8)
Ein anderes Mal mehr dazu...
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