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Donnerstag, 5. September 2013

Plan vom Leben

Ich bin ein Mensch der Ordnung. In mir drin hat alles seine feste Ordnung, seine Systeme und Struktur. Ich brauche Regelmäßigkeit und Routine viel mehr, als andere Menschen.
Es beruhigt mich und gibt mir Sicherheit. Es fühlt sich gut an, wenn alles richtig ist.
Es zieht sich durch mein ganzes Leben. Ich esse morgens immer das Gleiche. 2 Scheiben Brot + diesem einen vegannen Aufstrich + je 1 Scheibe dieses einen veganen Aufschnitts. Jeden morgen, immer wieder. Genauso, wie ich immer wieder die gleiche Pizza esse. Egal wo, schon immer. Nur diese eine. Morgens muss alles gleich ablaufen. Der Wecker klingelt, ich wecke ihn, wir stehen auf, ich kümmer mich um Kind und Frühstück vorbereiten und er geht Brot holen und Gassi. Dann Frühstücken wir und ich bring ihn in den Kindergarten.
Das muss immer gleich sein, sonst lauf ich verwirrt umher und weiß nicht, was ich tun soll.
Ich wieß generell nie, was ich tun soll, wenn etwas außer Plan läuft.
Fängt bei der spontanen Türklingel an. Ich öffne nie die Tür, wenns klingelt und sich niemand vorher bei mir angekündigt hat. Da kanns dann auch 20 mal klingeln, ich mach nicht auf. Wenn das passieren würde, würde ich eher in Panik geraten, weil ich mich frage, wer so dringend etwas wollen könnte und vor allem was...
Vom Telefon brauch ich gar nicht anfangen. Ich telefoniere einzig und allein mit meinem Mann. Was mcih aber in der Regel auch eher stresst. Aber bei ihm hab ich wenigstens keine angst dabei. Mit fremden kann ich nicht telefonieren und wenn da Telefon klingelt, geh ich für gewöhnlich nicht ran. Um dieser krassen Phobie entgegenzuwirken und um meine Abhängigkeit in Grenzen zu halten, habe ich mir vorgenommen, dass wenn mein Kind in Kindergarten geht, ich wenigstens für diese Zeit ans Telefon gehe. Es kann ja was mit ihm sein und die Erzieherin ruft an. Ist auch schon oft vorgekommen. Das hab ich mir von anfang an vorgenommen und ziehe es auch durch. Ärgerlich dann nur, wenn es nicht die Kita war, sondern jemand anderes und ich nciht drauf vorbereitet war. Aber hey, dann bin ich ja eh schon drin und kann keine angst mehr haben, überhaupt ran zu gehen.
Ich schweife ab...
Was ich sagen wollte.. Routinen und innerliche Regeln bestimmen meinen Alltag. Veränderungen machen mir angst. Dann kann ich die Kontrolle nicht behalten.

Dienstag, 20. August 2013

Familienschrecken reloaded

Die lästigen Familienfeiern scheinen nun überstanden zu sein. Noch eine hätte ich auch nicht mitgemacht. Ich weiß echt nicht, was mit mir los ist... Ich habe einen Schluck(!) Schnaps getrunken. War so ein Mittelalterrestaurant, wo ein ganzer Krug die Runde ging. Und natürlich würde man blöd angeschaut werden, wenn man nicht mittrinkt. Andererseits hab ich auch seltsamerweise gar nicht an die Konsequenzen gedacht. Naja, jedenfalls: Blackout, Filmriss, whatever. Den gesamten restlichen Abend. Ich weiß noch die Tatsache, dass ich mit meiner Schwiegermutter gesprochen habe, mit der ich ohnehin ein schwieriges Verhältnis habe. Allerdings weiß ich absolut nicht, über was wir gesprochen haben. Ich weiß nur von meinem Mann, dass es ein langes Gespräch war. Super.
Nächste Familienfeier werde ich wohl krank sein. Ich komme mit den ständigen Kontrollverlusten bei sowas echt nicht klar.

Mittwoch, 7. August 2013

and it will start again...

Für das Festival ende Juni hatte ich dieses Jahr extra 5 Kilo zugenommen. Nein, nicht extra 5, sondern ich habe bewusst zugenommen, damit ich auf dem Festival nicht zusammenklappe und/oder meinen Mann (vor seinen ganzen Kumpels) mit meiner Schwäche blamiere. So hab ich gefressen und gefressen (und Bier trinken trainiert). Die ganze Zeit stand fest, dass es ein kontrolliertes Fressen wird. Nach dem Festival muss das wieder runter!
Der Juni endete, der Juli begann und das Festival ging vorüber. Danach musste ich mich aber der Wahrheit stellen. Meiner Waage ins Auge blicken. Habe mich die ganze Zeit nicht gewogen gehabt, mit Absicht natürlich. Und ich hatte echt angst. Wenn ich mich anschaue, dachte ich schon, dass es sicher ca. 10kg sind.
Waren "nur" 5 kg. Erleichterte mich zwar ein wenig, aber trotzdem irgendwie schlimm. Die böse 5 wieder vorn zu sehen. Muss dazu sagen, dass das bei mir echt ewig dauert, aus der 5 ne 4 zu machen. Erst wenn ich so 48 kg erreicht habe, bleibt die 4. Aber das kann schon mal paar Wochen dauern.
Nun liegt die Arbeit wieder vor mir. Ich merke, ich komm auch langsam wieder in die Gänge, behalte zunehmend die Kontrolle... nun heißt es nur noch: zulassen und durchhalten. Bald werde ich mich wieder wohler fühlen in meiner Haut.

Freitag, 2. August 2013

ein routiniertes Leben ist ein sicheres Leben

Was denkt er denn, was passiert, wenn er sowas macht? Er hat es scheinbar immernoch nicht richtig begriffen. Ich brauche meine Routine. Meinen Ablauf. Meine Planungen und Wiederholungen. Ohne dem, würde alles zusammenbrechen. Dann würde ich zusammenbrechen.
Er kann nicht einfach morgens aufstehen und etwas sonst natürliches und wichtiges auslassen und mir so sämtliche Struktur nehmen. Es geht ja nicht nur darum, dass er es dann anders macht, als sonst, es geht darum, dass dadurch ich gezwungen bin, etwas anders zu machen. Ich will es aber nicht anders machen. Sehe da keinen Sinn drin. Wenn es immer gut war, so wie wir es taten, warum etwas verändern? Und dann auch noch ohne Vorwarnung. Das geht nicht. Dann weiß ich nicht, was ich machen soll und kriegs nichtmal mehr hin, Kaffee zu kochen.
Schlussendlich hat er es wohl eingesehen. Kam sich entschuldigen. Ich kann ihn ja auch verstehen, dass es schwer ist, sowas zu begreifen, wenn man selbst damit nichts zu tun hat. Anders denkt. Aber ein kleines Fünkchen Akzeptanz könnte er mir auch mal entgegen bringen. Ich erwarte nicht, dass er mich versteht. Aber mich akzeptieren wäre ganz schön. Zumindest die Dinge, die niemanden weiter stören oder beeinträchtigen. Die Dinge, die mir Sicherheit geben.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Skills... 'danach'

Jetzt ists wieder gut. Der Morgen verging, sowie der Mittag und Nachmittag: Ein Wirrwarr aus Mechanismen und Skills. Ja! Skills. Ich habe nämlich doch Welche. Ich habe mal probiert zu beobachten, was ich wie zur Gefühlsregulation benutzt habe.
Da wäre, ganz klar, erstmal das Hungern... um die Kontrolle wiederzufinden. Das Gras, um die Gefühle zu betäuben und die Gedanken in andere Bahnen zu lenken. Die Gedankenzwänge durchbrechen. Der Kaffee, um die Müdigkeit des Grases zu übertünchen und Motivation zu finden. Motivation für den Putzrausch, um ebenfalls die Gedanken in andere Bahnen zu lenken. Alles begleitet von meiner Lieblingsmusik, bei der ich ungehemmt mitsingen kann, weil niemand außer mir und die Teire in der Wohnung sind. Was ungemein Stress abbaut. Das Singen.

Und das alles spinnt sich mein Unterbewusstsein also selbst zusammen. Das mach ich also, wenn ich sehr gestresst bin.
Früher fand ich Skills lächerlich.
Heute weiß ich, dass es nur die Richtigen sein müssen.